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Wenn die Hofübergabe zum Streitfall wird: Familienkonflikte in der Landwirtschaft
Aus meiner rund 20-jährigen Tätigkeit als Berater im land- und forstwirtschaftlichen Bereich kann ich eines ruhigen Gewissens festhalten: Die Übergabe von land- und forstwirtschaftlichen Betrieben innerhalb der Familie läuft nur in den seltensten Fällen ohne zwischenmenschliche Probleme ab. Das fatale dabei: Die meisten zeigen sich oft erst Jahre nach der eigentlichen Übergabe.
Systembedingte Generationenkonflikte, unterschiedliche Betrachtungsweisen, vorbelastete Familienstrukturen und tiefgehende emotionale Kränkungen prägen die Zeit vor, während und nach dem eigentlichen Übergabeprozess.
Die zu erwartenden Hürden im sozial-persönlichen Bereich stellen ein weit höheres Risiko für das Scheitern eines Übergabeprozesses dar als die Herausforderungen im betriebswirtschaftlichen Bereich. Sind die involvierten Familienmitglieder nur halbherzig bei der Betriebsübergabe mit dabei, ist der Prozess langfristig zum Scheitern verurteilt – folgende Rahmenbedingungen sind dafür vonnöten:
* Klare Regelungen für das spätere Zusammenleben am Betrieb
* Umgang mit der Furcht vor dem Abseitsstehen
* Frühzeitige Einbindung der Betriebsübernehmer
* Spannungsfelder rechtzeitig erkennen
* Echte Motivation für die Übergabe
* Stärkung der Konfliktfähigkeit
* Gründliche Vorbereitung
* Anpassungsfähigkeit und Innovationsbereitschaft
* Offene Kommunikation
* Entwickeln von Nachfolgeplänen
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